Der Energiewende-Speicher: Eine intelligente Großbatterie

Batteriespeicher Varel

Standort:

26316 Varel, Niedersachsen

Leistung:

11,9 Megawatt

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Was bedeutet der Name „Hybridgroßspeicher“?

Der Batteriespeicher in Varel verbindet zwei bewährte Technologien miteinander:

 

Lithium-Ionen-Batterien erlauben einen raschen Zugriff auf die gespeicherte Energie und sind perfekte „Sprinter“, während sich Natrium-Schwefel-Batterien als „Marathonläufer“ besser zum längerfristigen Zwischenspeichern größerer Kapazitäten eignen. Die Vorteile beider Batterietechnologien lassen sich durch intelligentes Steuern so miteinander kombinieren, dass der Speicher auf möglichst wirtschaftliche Weise den Stromtransport im regionalen Stromnetz stabilisieren kann.

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Wie kann der Speicher zur Energiewende beitragen?

Eine zentrale Herausforderung der Energiewende ist die Tatsache, dass ein zunehmender Anteil des Stroms aus Wind- oder Sonnenenergie produziert wird und damit vom Wetter abhängt – aber nicht davon, wieviel Strom Betriebe und Haushalte im gleichen Moment tatsächlich benötigen. Die Aufgabe, überall rund um die Uhr für einen exakten Ausgleich zu sorgen, kommt dem Stromnetz zu. Der Batteriespeicher kann die Stabilität des Netzes unterstützen, indem er im Tagesverlauf kurzfristige Frequenzschwankungen im Stromnetz ausgleicht – eine Aufgabe, die bisher konventionelle Großkraftwerke übernehmen.

 

Der Batteriespeicher ist so konzipiert, dass er diesen Ausgleich besonders effizient bewältigen kann: Seine bisher einzigartige „hybride“ Bauweise macht ihn sehr flexibel, so dass er Frequenzschwankungen im Stromnetz passgenau ausgleichen kann. Bei Bedarf kann der Hybridgroßspeicher bis zu 11,9 Megawatt Leistung ins Stromnetz abgeben oder aus dem Netz aufnehmen. Seine Speicherkapazität von bis zu 25 Megawattstunden würde umgerechnet ausreichen, um alle Haushalte in Varel fünf Stunden lang mit Strom zu versorgen.

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Wer betreibt den Stromspeicher und welches Ziel haben die Projektpartner?

Maßgeblich finanziert wird der Speicher von der japanischen Wirtschaftsförderungsbehörde NEDO. Unternehmen des EWE-Konzerns (wie be.storaged, EWE NETZ und EWE VERTRIEB und EWE TRADING) übernehmen Aufbau, Wartung und Betrieb, in Zusammenarbeit mit den japanischen Unternehmen Hitachi Chemical, Hitachi Power Solutions und NGK Insulators. Alle Partner sind seit vielen Jahren im Energiesektor tätig und bringen langjährige Erfahrungen und Kenntnisse in das Projekt ein.

 

Zunächst dient der Batteriespeicher als Demonstrationsprojekt: Über einen Zeitraum von etwa vier Jahren liefert er praktische Erkenntnisse zum Ausgleich von Stromerzeugung und Strombedarf. Dabei zeigt er, wie gut sich Batteriespeicher seiner Bauart einfügen können in ein Energiesystem, das von der Energiewende geprägt ist. Nach der Demonstrationsphase wird EWE den Speicher weiterbetreiben.

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Warum wurde der Batteriespeicher genau hier errichtet?

Varel ist ein idealer Energiewende-Standort: In dieser Region wird nahezu doppelt so viel Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugt, wie hier verbraucht werden kann.

In diesem Umfeld kann der Batteriespeicher seine Vorteile für eine effiziente Energiewende hervorragend testen. Der laufende Betrieb soll zudem zeigen, wie der Energiemarkt – sprich: die Strombörse – den Beitrag des Speichers zu einer stabilen Stromversorgung wirtschaftlich bewertet.

Wir vernetzen Digitalisierungstrends mit dem Speichergeschäft. Dadurch werden wir zum Umsetzungsbegleiter der Energiewende und bei der Erschließung der Elektromobilität.

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